ReheFür interessante Naturfotos muß man nicht an exotische Plätze auf fernen Kontinenten reisen. Natur findet schließlich auch vor der eigenen Haustüre statt, man muß nur hinschauen.
Aber da gibt es doch nur langweilige Tiere und Pflanzen, die ohnehin jeder kennt, wirst Du vielleicht sagen. Nun, frage mal Deine Nachbarn, Freunde, Bekannte, ob sie wirklich wissen, was eine Amsel so den ganzen Tag treibt, wo der Igel wohnt oder wie eine Biene überhaupt aussieht. Aha, hat sich also mit »die jeder kennt«.
Und während für uns ein Tiger eine anmutige, exotische Raubkatze ist, bedeuted sie für einen indischen Bauern einfach nur ein Ärgernis, ein gefährliches noch dazu. Exotik und Schönheit liegt im Auge des Betrachters und auch die heimische Flora und Fauna bietet so einges davon, wenn Du sie erstmal erkennst.

Die Natur

Die Wetterau wird seit der Jungsteinzeit von Menschen besiedelt und ist aufgrund ihrer fruchtbaren Böden heute noch eine der Kornkammern Deutschlands. Unberührte Natur im Sinne tropischer Regenwälder oder des australischen Outbacks gibt es hier keine mehr.
Seit Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts wird die strenge Ordnung der flurbereinigten, landwirtschaftlichen Kulturlandschaft durch Naturschutzgebiete und Renaturierungsmaßnahmen aufgebrochen, die es gefährdeten und seltenen Arten ermöglichen hier zu überleben. Auch der Einzug des ökologischen Gedanken in die Landwirtschaft trägt zur Erhaltung und Vielfalt der hier lebenden Tiere und Pflanzen bei.

Die Ausstattung

Kamera

Nikon D300 mit Sigma 150-500 auf Gitzo 3541Da Naturfotografie naturgemäß in der Natur stattfindet, sollte die Kamera einigermaßen robust sein. Da draußen gibt es Schlamm, Matsch und Steine, Staub und Pollen, gelegentlich einen Regenguß sowie große Hitze oder auch bittere Kälte. Ein abgedichtes Metallgehäuse ist da von Vorteil. Es sollte über Direktasten und Knöpfe die wichtigsten Einstellung schnell verfügbar machen und auch mit Handschuhen zu bedienen sein.
Eine hohe Auflösung sorgt dafür, auch noch die Struktur im Fell oder die Behaarung von Insekten erkennen zu können. Zudem sollte die Kamera gut im High-Iso-Bereich sein, da das Wetter und damit das Licht nicht immer das beste ist.

Objektive & Stativ
»Besser als Brennweite ist noch mehr Brennweite.«

BieneDie mitteleuropäische Tierwelt hat in in ihrer langen Geschichte gelernt, daß von Menschen in der Regel nichts Gutes ausgeht. Dementsprechend ausgeprägt ist ihre Scheu vor Menschen und hoch die Fluchtdistanz. Für einigermaßen vernünftige Fotos muß man daher schon in den Bereich der Superteles vordringen. Unterhalb von 300mm Brennweite läßt sich kaum sinnvoll arbeiten. Desweiteren sollte das Objektiv lichtstark sein, um auch bei trüben Wetter auf annehmbare Verschlußzeiten zu kommen, die Tiere in Bewegung scharf abbilden zu können.
Für das mit den Bienen und Blümchen dagegen werden Makroobjektive benötigt. Diese haben eine geringere Nahgrenze und wegen der äusserst geringen Schärfentiefe eine feinere Fokussierung als normale Objektive und erlauben einen Maßstab bis zu 1:1. Bei Blumen und anderen unbewegten Motiven kommen Brennweiten um die 50-60mm zum Einsatz, bei Insekten sollten es ab 100mm aufwärts sein.
Ein oft vernachlässigter Bestandteil der Ausrüstung ist das Stativ. Dabei ist es ein wesentlicher, gerade bei langen Brennweiten. Wie das Objektiv das Auge der Kamera ist, stellt das Stativ die Beine und Füße dar. Ein gutes Stativ, das stabil steht und optimal die Schwingungen dämpft, bringt das letzte Quäntchen Schärfe ins Bild.

Tarnung

Tiere sehen, hören und riechen anders als Menschen. Mit Sachen aus dem Army-Shop kann man sich vor Menschen verstecken – dafür sind sie gemacht, nicht aber unbedingt vor Tieren.
Ein Tier, daß mit 30cm bis 1m Augenhöhe durchs Gebüsch oder hohe Gras streift, muß nicht sonderlich gut sehen können, es sieht da eh' nicht viel. Um so besser sind seine chemischen Rezeptoren ausgebildet, so daß viele Tiere einen Menschen bereits riechen bevor sie ihn sehen. Wichtiger als jede Tarnkleidung in noch so ausgefallenen Mustern und Farben ist bei diesen Tieren schlichtes beachten der Windrichtung.

Vögel hingegen sehen sehr gut, teilweise sogar in Bereichen, die ein Mensch überhaupt nicht wahrnimmt (UV-Licht). Diesen ist mit einem Tarnnetz beizukommen, das die menschlichen Konturen verwischt, besser noch ein Tarnzelt, welches den Fotografen komplett verbirgt.

 

 

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